Flüchtlingslager nehmen oft die Dimensionen von Städten an. Sie funktionieren jedoch nach einer eigenen Ökonomie. Die in Jordanien früh eingesetzten neuen Formen der Rationierung werden von den internationalen Organisationen entworfen. Das früher vorwiegend bei der Belagerung von Städten eingesetzte Allokationsverfahren der Zuteilung gleicher Anteile wird derzeit technisch neu aufgelegt. So entstehen ungeahnte Architekturen der Entscheidung. Diese sind im Sinne der Verhaltensökonomik oftmals auf ein „nudging“ ausgelegt: eine fast unmerkliche Lenkung der Nutzerinnen und Nutzer durch neue Wertungssituationen.

KARIN HARRASSER und ANNE VON DER HEIDEN sind die Gastgeberinnen der Reihe “relatifs”. ANNA ECHTERHÖLTER (Universität Wien) spricht über Aspekte des neu erschienenen Buches “Jenseits des Geldes”. Das in der Reihe ilinx.kollaborationen bei Spector Books Leipzig erschienene Buch ist gemeinsam mit KARIN HARRASSER; FREDERIKE FELCHT und HENDRIK BLUMENTRATH geschrieben und nimmt den letzten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften vorweg. (Verlagsseite)

Eine Veranstaltung der Kunstuniversität Linz (Abteilungen Kulturwissenschaft sowie Kunstgeschichte und Kunsttheorie) in Kooperation mit dem Kepler Salon Linz.
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