Charles Fourier, Über die Analogie

Fouriers Text „De l’Analogie“, hier in Erstübersetzung von Peter Geble, erschien erstmals in der Zeitschrift La Phalange. Revue de la Science Social, dem Organ des französischen Fourierismus (Bd . 10 (1849), S. 434–484). Er stammt aus dem Teil seines Werks, der nicht von ihm selbst, sondern nach seinem Tod 1837 von seinen Schülern nach Manuskripten ediert worden ist. Wann und für welchen Anlass der Text verfasst wurde, lässt sich nicht feststellen. (Spekulationen zufolge handelt es sich bei den Texten zur Analogie um Vorträge in Freimaurerlogen.) Es gibt bislang keine kritische Ausgabe der Werke Fouriers. Die ursprüngliche, 1845 von seinen Schülern bewerkstelligte Publikation seiner Schriften umfasste 6 Bände. In den 1960er Jahren entstand auf Initiative von Simone Debout Oleszkiewicz eine auf 12 Bände angewachsene Werkausgabe (Œuvres complètes: Paris, Editions Anthropos 1966–1968), die weitgehend in einem unveränderten, mit kurzen Einleitungen versehenen Reprint der Erstausgabe besteht. Auch die zwischen 1845 und 1856 in La Phalange veröffentlichten Manuskripte wurden exakt nachgedruckt und als Bände 10 bis 12 in die Gesamtausgabe übernommen. Der einzige Band, der neu herausgegeben wurde, ist Bd. 7, der das von Fouriers Schülern unterdrückte Werk Le Noveau Monde Amoureux enthält.

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Die Leidenschaften bilden ein Orchester von 1620 Instrumenten; unsere Philosophen, die es dirigieren wollen, gleichen einer Legion von Kindern, die in die Oper einbrechen, sich der Instrumente bemächtigen und eine fürchterliche Katzenmusik veranstalten; soll man daraus schließen, daß die Musik den Menschen feind sei und daß man die Geigen unterdrücken, die Bässe zum Schweigen bringen und die Flöten ersticken müsse? Nein; man sollte diese kleinen Tölpel verjagen und die Instrumente wieder Experten übergeben. (Charles Fourier)