Lebende Prototypen und lebhafte Artefakte. Die (Un-)Gewissheiten der Bionik

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„Ziehst Du auf ein Feld mit dem Auge, suchst du in deinen Technikkarten nach Gegenständen, die von der Form oder Funktion her zu einer der vier aufgedeckten Naturkarten passen. Wenn also zum Beispiel eine Pilzkappe auf einer der Naturkarten abgebildet ist, dann passt der Regenschirm sehr gut dazu. Du zeigst nun den anderen die passende Technikkarte, und musst gut begründen, welchen Zusammenhang es zwischen der aufgedeckten Naturkarte und der gewählten Technikkarte gibt. Wenn die Mitspieler mit der Begründung einverstanden sind, darfst du einen Bionikchip vom Spielplan nehmen und auf ein leeres Forschungsfeld auf deiner Erfinderkarte legen“. Wenn ein Forschungsansatz sogar die Familiensphäre erobert und in die heile Welt des Brettspielabends vordringt, muss man wohl von einer (zumindest populärwissenschaftlichen) Konjunktur sprechen. Das Ravensburger Gesellschaftsspiel Bionik. Natur macht erfinderisch, das in Zusammenarbeit mit dem deutschen Biologen Werner Nachtigall entworfen wurde, soll die bekanntlich Generationen übergreifende Zielgruppe des Verlags (im Alter von 9–99 Jahren) an das Thema Bionik heranführen.