Universale Analogien und passionelle Serien. Eine Einführung in Charles Fourier

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1808 erscheint im Selbstverlag ein Buch mit dem Titel Théorie des quatre mouvements et des destinées générales. Der anonyme Autor, ein kleiner Handelsangestellter aus Besançon, verkündet darin die Erfindung einer neuen Wissenschaft. In praktischer Absicht verfasst, soll seine Lehre wie ein „sozialer Kompass“ zum gesellschaftlichen Glück führen, denn „sie allein genügt, die Menschen im Labyrinth der Leidenschaften zu leiten, wie die Magnetnadel allein genügt, die Schiffe durch Nacht, Sturm und die Unendlichkeit der Meere zu führen.“ Die neue Wissenschaft vom sozialen Glück verspricht, methodisch auf der Klaviatur der Leidenschaften zu spielen. Es gilt, die gestörte Glücksmechanik der Gegenwart so umzubilden, dass sich sämtliche Laster wechselseitig zum Wohle aller verstärken und zur Grundlage einer neuen sozialen Ordnung werden können, der Harmonie.